Monday, September 19, 2005

Wahl II

Muss mich revidieren. Schröder scheint jetzt doch unter starkem Kokseinfluss zu stehen, so aggressiv, wie er gerade auftrat. Will die große Koalition mit ihm als Kanzler; spannend.

Wahl

Was war Macchiavelli für ein Waisenknabe verglichen mit Gerhard Schröder! Einzige nachträgliche Erklärung für die Neuwahl: Er wollte die Ampel von Anfang an. Wahrscheinlich hat er von Anfang an gewusst, dass die dummen Rechten alle die Schwesterwelle wählen würden, um die Große Koalition zu verhindern, und damit Angie so ein schlechtes Ergebnis bereiten würden. Jetzt muss er nur noch die Grünen ein wenig unter Druck setzen, dass sie in den Sondierungsgesprächen blocken, dann bleibt gar nichts anderes übrig, als dass Angie entnervt aufgibt (weil die SPD natürlich auch blocken wird). Guido darf sich dann ein wenig als Retter der Nation aufspielen, muss seinen Widerstand gegen die Ampel aufgeben und wird ins Boot geholt.
Genial, oder?

Tuesday, August 16, 2005


Komm Herr Jesu, sei du unser Gast. Posted by Picasa

Amerika

Zum 50. Todestag Thomas Manns.
Der Belagerungszustand hat begonnen. Viele, viele junge, christliche, zuweilen singende, Menschen, die schon heute durch den Kölner Regen wandern, hinter älteren, bärtigen Menschen mit großen Fahnen herlaufend, "Wir sind Papst"Bild-Werbebuttons am Revers oder am "Pilgerrucksack" befestigt, machen mir kein schlechtes Gewissen, dass ich mich vor gut 25 Jahren entschloss, der ecclesia den Rücken zu kehren.

Seit vorgestern Nacht Mitglied im Club der Etwas-schneller-im-Netz-unterwegs-Seienden. Erste Frucht der neuen Geschwindigkeit: Endlich kann ich mir die meist 20Mb großen Videos von rocketboom.com herunterladen, ohne, dass ich sie mir dann am nächsten Tag ansehen kann, grandios (der Umstand als solcher und die Videos noch mehr).

Thursday, July 07, 2005


7/7/05 Posted by Picasa

Monday, June 27, 2005


Amsterdam_Juni 05 Posted by Hello

Thursday, June 02, 2005

Männer und Frauen

Hier steht was über mein nächstes Buch:
http://www.europaeische-verlagsanstalt.de

Tuesday, May 10, 2005


Glückwunsch zum Aufstieg. Posted by Hello

Monday, May 09, 2005

Sein erster Streich

http://tinyurl.com/awr74

Tuesday, May 03, 2005

Kantersieg

Konsonanten gegen Vokale beim Kölner Getränkelieferanten Tschirschnitz. 11:2. Das muss ihm erstmal einer nachmachen.

Sunday, April 24, 2005

Benedikt XVI

Jetzt ist er es also.

Überlege immer, ob die Bildzeitung nur deshalb so scharf auf die englischen Deutschlandangriffe in der Presse reagiert, weil man dort weiß, dass die englischen Überschriften so viel besser sind.

Stolz sollen wir sein und uns freuen. Vielleicht ist es an der Zeit, mal ein paar Dinge zurechtzurücken.

Fast klingen einem schließlich schon die Ohren von all dem Pfeifen in der Welt.
Zuerst das Pfeifen im römischen Weinberg, dessen neuester Spitzenwinzer soeben inauguriert wurde. Auf dass er - wenn auch auf neuem Posten - nur fleißig weiter die von der Relativismus-Fäule befallenen Äste beschneiden möge. Auf dass er wenigstens die in den so erfolgreichen südamerikanischen Anbaugebieten der zum rechten Geist zu destillierenden Trauben nachwachsen lassen möge, wenn sein Vorgänger schon mit dafür sorgte, dass auf dem afrikanischen Kontinent die meisten frischen Gewächse kaum die communio überleben, weil in hoher Zahl von einem Virus befallen, der den der Werteaufweichung an Gefährlichkeit vielleicht doch übertrifft. Auf dass sich also, irgendwo in orbi ecclesiae noch Trauben (oder doch besser Schafe, um das Bild subtil zu wechseln) finden mögen, die dem neuen Oberhirten all die Lügen abnehmen, die er qua Amt zu erzählen gezwungen ist: Dass die Geschichte des Katholizismus eine Geschichte der Barmherzigkeit sei und nicht der Aggression, der Liebe und nicht der Menschenverachtung, der Aufrichtigkeit und nicht des Opportunismus, der Wahrhaftigkeit und nicht der Unvernunft, des Fortschritts und nicht der Reaktion. Auf dass die Apokalyptischen Reiter, wenn sie denn sowieso irgendwann kommen, es doch wenigstens bald und schnell tun mögen (so schnell also wie einst die Mongolen über das Abendland, mit denen sich, das sei am Rande erwähnt, die Kreuzfahrer im 13. Jahrhundert nur allzu gern gegen die heidnischen Moslems verbündeten. 1245 war es, als Papst Innozenz IV. eine Gesandtschaft an den Hof des Großkhans schickte, um auszuloten, wie die Mongolen beim neuen Kreuzzug Ludwigs des Heiligen strategisch einzubinden wären. Der gerade eingesetzte neue Khan Guyuk lehnte ab, doch gab Innozenz nicht auf und schickte eine weitere Gesandtschaft, die mit dem mongolischen Heerführer Baitschu in Täbris einen gemeinsamen Angriff auf die Ayubiten in Bagdad besprach. In der Folge sollte es zu vielen weiteren Verabredungen der Kreuzritter mit den Mongolen kommen).

Das Pfeifen im Heimatland des "Gesegneten": Auf dass sich der "Rottweiler Gottes" in seinem 79. Lebensjahr, nur weil er plötzlich eine Gehaltsklasse höhergerutscht ist, in einen zahmen Pudel verwandle, der große Veranstaltungen wie den Weltjugendtag oder Kirchentage nicht mehr als Ausdruck von "Dialogbesoffenheit" ansieht, wie es ein Kollege von ihm einst ausdrückte, sondern als ehrlichen Versuch, die Jugend zu gewinnen, von der jetzt soviel die Rede ist. Doch welcher Jugendliche hält sich denn an das, was der alte Mann da vorn, in hundert Meter Entfernung ihm Predigt? Bis auf ein paar merkwürdige amerikanische Teenager, die von ihren fanatisierten "bibeltreuen" Christeneltern die Schmutzigkeit der Sexualität eingeimpft bekamen wahrscheinlich recht wenige. Ein deutscher Papst nach 481 Jahren soll also ein Grund zur Freude sein, einer Freude, die auch die vielen fahnenschwenkenden, weltliche Lobpreisungen skandierenden Pilger besselt haben mag, die den Petersplatz seit Wochen zum modernen Wankdorfstadion machen. Wir sind wieder wer, nachdem wir uns, wie es Herr Lehmann ausdrückte, vor nicht einmal 60 Jahren "aus der Weltgemeinschaft selbst exkommunizierten". Warum aber sollen wir stolz sein, wenn das Einzige, was dieser Papst für sein Amt mitbringt ist, dass "er sich in der Weltkirche auskennt wie kein zweiter" (Schröder). Und was bitteschön, glaubt man hier, versteht Ratzinger unter der "Einheit der Christenheit"? Offenheit für andere Weltanschauungen? Toleranz? Modernität? Jede Oblate käme mir bei diesem Gedanken hoch, wenn mir diese nicht eh zu trocken wären, um sie in den Mund zu nehmen.

Und wieso wird man seit dem 11. September vor dreieinhalb Jahren nicht müde zu betonen, dass die christlichen Fundamentalisten nicht viel besser sind als die islamischen (zumal sich diese ja nicht wie die anderen ständig selbst dezimieren), um dann, wenn es darauf ankäme, einen für die Erneuerung stehenden neuen Mann zu wählen, einen nimmt, der sich seit vierzig Jahren einzig um das Dogma verdient gemacht hat, für die Fortsetzung der Inquisition mit anderen Mitteln (lat.: Medien)?

Jubel? Ja. Freude? Ja. Aber nur bei denen, die seit jeher hofften, dass sich die allumfassende Kirche selber ihr Grab gräbt, sich hineinlegt und auch noch, mit letzter Kraft und von Parkinson geschwächten Händen, sich die Erde auf den Sarg schaufelt. Nur Blumen werfen müssen andere.

Wednesday, April 13, 2005

Jörg

Sicher, ich hab mich schon oft über J.Wontorra aufregen müssen, aber was er sich heute leistete übersteigt alles bisher Dagewesene. Dass Kovac und Lizarazu in ein amerikanisches Nahkampf-Ausbildungscamp als Übungsleiter gehören, aber auf keinen Fußballplatz, scheint ihm noch immer nicht aufgefallen zu sein. Aber wie sagte schon Andi Herzog nach dem Werder-Pokalsieg von 1999 gegen Bayern: "Es gibt doch einen Fußballgott".

Tuesday, April 12, 2005


Ein noch besserer. Posted by Hello

Ein guter. Posted by Hello

Monday, April 11, 2005


Deutzer Kirmes Posted by Hello

Saturday, March 12, 2005

... que passa sozinha ...

Frage, die sich von Zeit zu Zeit stellt: Wie kommt es zu diesem merkwürdigen Gefühl der Erleichterung, das einen befällt, wenn man eine Frau, die man zuvor nur, neugierig und gespannt, von hinten sah, überholt und sie, indem man sich vorsichtig umdreht, erstmals von vorn sieht, um festzustellen, dass sie viel weniger schön ist als sie es einem durch ihren Gang, ihre Figur, ihre Haare oder sonst einen rückwärtig sichtbaren Körperteil versprochen hatte?
Die einzige, so erschreckende wie banale Antwort lautet: Weil sie dadurch nicht zu denen gehört, die einen nicht schlafen lässt, weil sie einem vor Augen führt, dass man nicht attraktiv oder interessant genug ist oder schlicht älter wird. Sie lässt einen in Ruhe.
In trügerischer Ruhe. Denn nur weil man sich an ihr nicht messen muss, heißt es ja nicht, dass auch sie einen zu unattraktiv, uninteressant, alt fände.

Sunday, February 27, 2005


Schnee in Berlin Posted by Hello

Sunday, February 20, 2005

Glücksmoment

Harald Schmidt als Hitler, der die Jugend vor dem Wählen rechtsextremer Parteien warnt. Endlich wieder einer der Momente, in denen man denkt, dass er nicht noch besser werden kann. Kann er, und auch in der ARD.

Saturday, February 19, 2005


Unsere geistigen Wurzeln Posted by Hello

Wednesday, February 16, 2005

Es gibt viel zu tun

Schwach erinnere ich mich in diesen Tagen, dass ich am Beginn dieses Projektes einmal davon schrieb, mich nur einmal so fühlen zu wollen, wie ein normaler Arbeitnehmer mit einer geregelten Arbeitszeit. Nun weiß man ja, dass es diese kaum noch gibt, weil sie alle um ihren Arbeitsplatz fürchten und deshalb so freiwillig wie unbezahlt 20 Stunden die Woche mehr arbeiten. Diesem Zustand nähere ich mich momentan an. Habe sehr sehr viel zu tun, alles auf einmal und auch alles zugleich, so dass es gar nicht möglich wäre, eines nach dem anderem zu erledigen, so wie man es sich vorstellte, wenn man nicht wüsste, dass all die tollen Zeitmanagementtools und -programme auch nur dazu dienen, einem die Unmöglichkeit einer zu jeder Zeit perfekten Projektplanung effektiv vor sich selbst zu verschleiern.
Wenig Zeit also und trotzdem: Tatsächlich scheint es so, als könne man - zumindest für eine bestimmte Zeit - in den Zustand zurückgelangen, den man das letzte Mal im Studium kennen gelernt hat, nämlich den der höheren Freizeitwertschätzung und sinnvolleren Verwendung ebenjener durch permanente und intensive Arbeitsbeanspruchung (so zwischendurch wenigstens noch eine gewisse Menge an Freizeit übrigbleibt).
Der Umstand, dass ich all dies gerade zu Bildschirm brachte, mag letzteres für den ein oder anderen in Frage stellen.